Fischindustrie
28. Oktober 2009

Auf Jagdfieber folgte Ernüchterung. Nach Vokalanästhesie und Avialle waren die Erwartungen gross, weitere Prisen dieser Güte aufzubringen. Einen Blick über den Tellerrand wagend, wurden fremde Gewässer angelaufen; man versprach sich bei den zahlreichen Rettungsleuten das eine oder andere Spannende zu finden. Und dann wieder und wieder nur klobige Fischtrawler mit glitschigen Decks und miefigen Laderäumen. Am Ruder vollmundige Helden, die uns voll geiferndem Eifer erklärten, wie das Leben wirklich ist; der eine oder andere mit offener Hose, damit schon aus der Ferne sichtbar, wer den Längsten hat. Auf der Brücke nirgends Kapitäne, nur Bootsleute, die sicher waren, jeden Ozean ohne Kompass befahren zu können. Alle Vorurteile bestätigend, die man in diesen Kreisen über unsereinen pflegt, liess man sie und ihren Fisch gern ziehen.

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